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Historisches lädt zu Entdeckungsreisen ein
Sonderveröffentlichung

Bauen & WohnenHistorisches lädt zu Entdeckungsreisen ein

Der Töpfermarkt in Kohren-Sahlis ist jedes Jahr Anziehungspunkt für etliche Besucher. Fotos: Thomas Kube, Andreas Döring, Jens Paul Taubert
Von Julia Tonne

Kultur, Ausflüge ins Grüne, Entdeckungsreisen durch Märchenwelten, Burgen und alte Keller: Die Region Borna-Geithain im Südraum Leipzig hat für Reiselustige alles zu bieten, nur keine Langeweile. Zumal die Historie in der Region eine herausragende Rolle spielt.

So hat beispielsweise Bad Lausick eine Kurtradition, die 200 Jahre zurückreicht. Grünes Zeugnis dafür ist der historische Kurpark. Es geht aber noch deutlich älter: Ein Besuch der Kilianskirche in unmittelbarer Nachbarschaft lohnt besonders, immerhin zählt sie mit ihren mehr als 900 Jahren zu den ältesten erhaltenen Stadtkirchen Sachsens. Bemerkenswert hier: Ausmalungen in der romanischen Apsis und die Silbermann-Trampeli-Orgel. Krönender Abschluss eines Ausflugs könnte das Abtauchen im Kur- und Freizeitbad „Riff“ sein.

Geithain
hingegen beeindruckt durch seinen historischen Stadtkern, der geschlossen erhalten ist und in den Nachwendejahren beinahe komplett saniert wurde. Erhalten blieb zudem das westliche Stadttor nahe der Nikolaikirche, die mit ihren Doppeltürmen eine weithin sichtbare Landmarke ist. Gern besucht werden die unterirdischen Gänge im Kirchberg. Sehenswert außerdem: Reste der Stadtmauer samt Pulverturm, die Marienkirche in Wickershain (vor Jahrhunderten ein Wallfahrtsort) und der Tierpark.

Wahrzeichen von Kohren-Sahlis, Stadt des Töpferhandwerks, ist der vom Kunstkeramiker Kurt Feuerriegel geschaffene Töpferbrunnen auf dem pittoresken Markt, der im nächsten Jahr 90 Jahre alt wird. Sehenswert hier sind das Töpfermuseum und die Reste der alten Burg. Nicht weit entfernt das Lindenvorwerk mit Gondelteich, daneben die historische Lindigtmühle. Die Gnandsteiner Burg ist eine der am Besten erhaltenen mittelalterlichen Burganlagen Sachsens. Für Spaß und gute Laune sorgen in Kohren-Sahlis Sommerrodelbahn, Märchengarten und Irrgarten der Sinne.

Frohburg
gilt als Stadt der Straßenrennen. Jedes Jahr geht es auf dem Frohburger Dreieck um neue Höchstgeschwindigkeiten. Reizvoll ist auch die historische Altstadt mit dem Markt und dem Zentaurenbrunnen. Das Schloss über der Wyhra beherbergt ein attraktives Museum, mehrere Säle mit wertvollen Ausmalungen aus der Zeit des Klassizismus. Als Ausgangspunkt für Ausflüge ins Kohrener Land eignen sich hervorragend die Eschefelder Teiche.

In Deutzen sorgt der Kulturpark für regen Besucherandrang. Hier finden das ganze Jahr über Konzerte, Projekte und Festivals aller Art statt. Entdeckenswert sind in Deutzen zudem der Wasserturm und die Wasserkugel, die als einzigartiges Industriedenkmal gilt.

Rötha
wartet ebenfalls mit einer Besonderheit auf: das Städtchen kann gleich zwei Silbermannorgeln vorweisen, außerdem einen wunderbaren Schlosspark mit Teich.

In Kahnsdorf hingegen ist die moderne Bebauung an der Lagune ebenso sehens- und erlebenswert wie der Hafen, die Badestrände am Hainer See, zahlreiche Wassersportangebote sowie das Schillerhaus, in dem einst Schiller weilte und heute ein Café untergebracht ist.

Nach Pegau in die Elsterstadt locken vor allem die Nikolaikirche und das alte Rittergut in Kitzen, in Elstertrebnitz lohnt auf jeden Fall ein Ausflug in die Eisenmühle, die in liebevoller Handarbeit zu einem Kleinod für Veranstaltungen und Tourismus geworden ist. Groitzsch begeistert mit der Wiprechtsburg, dem Großstolpener See und mit sensationellen archäologischen Ausgrabungen eines 6000 Jahre alten Brunnens.

Kulturliebhaber kommen in der Region Borna-Geithain voll auf ihre Kosten: ob im Böhlener Kulturhaus oder im Stadtkulturhaus Borna.

Auch das Volkshaus Pegau kann mithalten, wenn es um Feste und Veranstaltungen geht. Allein das Böhlener Kulturhaus kann jährlich rund 300 Veranstaltungen und Einmietungen vorweisen – Tendenz steigend. Ob Ballett-Aufführungen und Musicals, Kabarett, Konzerte und Kindertheaterwochen – das Angebot des Hauses ist groß und dafür auch überregional bekannt. Doch es müssen nicht immer die großen Agenturen sein, die Besucher locken, auch der Kulturverein mit seinen zahlreichen Gruppen sorgt für Tanz, Gesang, Konzerte und Theater.

Zudem hat das Leipziger Symphonieorchester seinen Sitz hier. Unter der Leitung von Dirigent Wolfgang Rögner gibt es nicht nur die Anrechtskonzerte, sondern auch Spanische Nächte, Orchester zum Anfassen und gemeinsame Auftritte mit weltbekannten Musikern.

Ein weiterer Anlaufpunkt für Kulturbegeisterte ist das Bornaer Stadtkulturhaus. Auch hier reicht das Repertoire von Kabarett über Konzerte bis hin zu Theater. Genutzt wird das Haus aber auch von den örtlichen Schulen, die eigene Stücke hier auf die Bühne bringen und für Besucherandrang sorgen.

Fahrende Kirchen, Kino unter Tage und Strand

Familie Mucheyer hat die Eisenmühle in Elstertrebnitz gekauft und in den vergangenen Jahren zu einem Besuchermagneten gemacht. Hier finden Konzerte statt, werden Führungen angeboten, gibt es selbstspielende Instrumente und die Möglichkeit der Übernachtung.
Familie Mucheyer hat die Eisenmühle in Elstertrebnitz gekauft und in den vergangenen Jahren zu einem Besuchermagneten gemacht. Hier finden Konzerte statt, werden Führungen angeboten, gibt es selbstspielende Instrumente und die Möglichkeit der Übernachtung.
Lutherfest, Emmauskirche, City Beach, Kino unter Tage, das Volkskundemuseum in Wyhra: Wer in der Großen Kreisstadt Borna unterwegs ist, sollte Zeit einplanen und sich eine der vielen geführten Stadtführungen nicht entgegen lassen. Die Bandbreite der Führungen ist beeindruckend. Sie reicht vom Thema Kohleabbau über Luther bis hin zu „Zwibbelborne“, schließlich dominierte lange Zeit der Anbau von Zwiebeln.

Die Stadt machte vor zehn Jahren deutschlandweit Furore, als die Emmauskirche des abgebaggerten Ortes Heuersdorf in einer spektakulären Aktion und in einem Stück nach Borna transportiert wurde. Mehrere tausend Schaulustige hatten im Oktober 2007 den Weg der Kirche gesäumt, die per Tieflader zu ihrem neuen Standort am Martin-Luther-Platz aufgebrochen war.

Auch heute noch macht Borna durchaus von sich reden – nicht zuletzt wegen der vielen umtriebigen Stadtbewohner. Unter ihnen die Theatergruppe „Neue Wasser“, die seit Jahren das Lutherfest im Sommer mit auf die Beine stellt und Theaterstücke aufführt, die das Leben und Wirken des Reformators Martin Luther in den Mittelpunkt rücken. Der Sommer ist aber nicht nur die Zeit der großen Feste, sondern auch von Sportveranstaltungen, die auch den letzten Bornaer hinter dem Ofen hervorlocken. So richten die Städtischen Werke zusammen mit der Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft den Bornaer City Beach aus. Am Breiten Teich wird mehrere Tage lang Beachvolleyball gespielt, eingeladen dazu sind Schulen, Kindergärten, Vereine und Firmen, kurz: alle, die den Sommer rundum genießen.

Moderne Bauten, zahlreiche Strände und etliche Wassersport-Angebote: der Hainer See und Kahnsdorf locken jährlich Erholungssuchende und Sportbegeisterte. Manch Techniker nutzt das Gewässer als Testort für ein Solarboot.
Moderne Bauten, zahlreiche Strände und etliche Wassersport-Angebote: der Hainer See und Kahnsdorf locken jährlich Erholungssuchende und Sportbegeisterte. Manch Techniker nutzt das Gewässer als Testort für ein Solarboot.
Literaturkenner finden mit dem Schillerhaus einen Ort voller Historie. Schiller traf hier einst den Schriftsteller Christian Gottfried Körner, der später die erste Gesamtausgabe der Werke seines Freundes herausbrachte.
Literaturkenner finden mit dem Schillerhaus einen Ort voller Historie. Schiller traf hier einst den Schriftsteller Christian Gottfried Körner, der später die erste Gesamtausgabe der Werke seines Freundes herausbrachte.
Die Wiprechtsburg in Groitzsch wird mehrmals im Jahr regelrecht bevölkert. So feiert der Hort hier sein Sonnenwendfest, Chöre treffen sich zum Pfingstsingen, Hobby-Historiker schlagen ihr Biwak auf.
Die Wiprechtsburg in Groitzsch wird mehrmals im Jahr regelrecht bevölkert. So feiert der Hort hier sein Sonnenwendfest, Chöre treffen sich zum Pfingstsingen, Hobby-Historiker schlagen ihr Biwak auf.
Wer es etwas ruhiger angehen will, kann sich zum Volkskundemuseum Wyhra aufmachen und dort entdecken, wie die dörfliche Welt um 1900 aussah: auf dem Bauernhof, in den Kinderstuben, auf dem Feld und im Stall.

Ein ganz besonderes Erlebnis in Borna ist ein Besuch im Kino unter Tage in der ehemaligen Bergbrauerei. Einmal im Jahr öffnet sie ihre Pforten für ein ungewöhnliches Kino-Abenteuer. Das Kinder- und Jugendparlament, das aus Borna nicht wegzudenken ist, macht unmögliche Dinge gemeinsam mit etlichen Unterstützern möglich.

Wussten Sie schon

- Der kleine Pegauer Ortsteil Kitzen mit wiederum seinen eigenen Ortsteilen hat insgesamt 15 Vereine. Ungewöhnlich viel für ein so überschaubares Dorf.

- Kohren-Sahlis hat eine Töpfergeschichte vorzuweisen, die mehrere Jahrhunderte umfasst. Noch heute ist der Charme der Vergangenheit beim Schautöpfern zu spüren.

- 29 Ortsteile nennt die Stadt Groitzsch ihr Eigen. Das ist ein Rekord in der Region.

- Naturliebhaber zieht es regelmäßig in die Region, denn Seen gibt es hier zuhauf. Und die laden zum Erholen, zu Sport und Ausflügen ein. Zudem warten zahlreiche Freibäder auf Wasserratten – die in Böhlen, Neukieritzsch, Regis-Breitingen, Frohburg, Geithain und Pegau.
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